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home delivery
sometimes you have no choice. sometimes things just happen. on saturday, september 11th 2004, our second daughter adriana decided to give up her warm hideaway and face the reality of life.
unfortunately for us she decided to d o so in the middle of the night.
emma felt the need to visit the toilet shortly after 5am that morning and
woke me some ten minutes later asking me to help her clean the urine off the floor that had escaped her (very pregnant women do not bend easily). so i did and found out that there was more to come. much more. a few minutes later my wife was screaming in pain and all i could do was to wake my mother-in-law (who had luckily arrived the day before) and call an ambulance. running downstairs to open all doors for the emergency people i heard emma scream all the way down…
coming back up emma was in bed, in the middle of all towels that we could find and the top of adrianas head was already visible. the mother-in-law who had never witnessed a birth from that perspective (she was put to sleep with her two children) helped me in calming emma down. the ambulance was not arriving and a call to the emergency center only revealed that they were on their way.
meanwhile adriana was coming. and coming on fast. emma put her legs against my shoulders, her mother cooling her head and talking to her. all i could do was wait and tell emma to push.
and cristina – the older one – still asleep in the room next door.
some more screams, curses – where are the damn medics ????? cristina now waking up from the screaming and asking for her “chupete” (sucker). the mother-in-law going there. emma pressing and myself feeling useless and waiting.
the head is out but only the head. emma, keep pushing – push, damn it ! the shoulder, still to come. brutal, bloody, impressive. the shoulder is out, i take it and pull a bit under the little arms – the rest of the body slips
out. more blood and liquid but also a sigh of relief from emma, her mother
and myself. cristina asleep again. so it seems.
i look at the watch, 5:30 where is the ambulance ? i turn adriana a bit, she vomits liquid, starts screaming a bit. not enough. put her onto my left shoulder. she vomits some more and screams a bit more. she’s okay. put her on emmas chest. wow.
adriana is still blueish (normal color just after birth for those that have
never seen it before) but quickly starts getting pinkish as more oxygen
enters her blood (the lungs start working).
we enjoy a moment of rest. i take a few fotos, cristina says “mama plora”
(mama cries) and then the babyphone is quiet again. asleep or just shocked ?
asleep i hope.
i run down to receive the now approaching ambulance – hectic comes back. the greek medic checks emma, the swiss midwife adriana. the german ambulance crew watches. i try to add my two cents by throwing clean towels and t-shirts into the tumbler to warm them for adriana. placenta is removed, umbilical cord cut, emma put on a stretcher and moved – together with adriana to the ambulance. they drive off.
the bed is bloody and ruined. i look at the watch. it’s almost 6am.
emmas mother is now with cristina – changing her. it seems she crapped
herself (of fear because mommy was screaming and no one there with her
????). i kiss cristina, tell her i love her, kiss my in-law and run to the
car to follow emma.
hey adriana – hope that you will read this one day. quite a night we had.
really.
quite a night.
love you
papi
Posted June 1st, 2011. Add a comment
das langsame ausblenden eines grossen kleinen mannes – ein abschied
wenn es schneit, dann deckt der schnee alles hässliche zu und verwandelt die landschaft in einen wunderschönen ort der stille.
wenn jemand stirbt, den ich geliebt habe, dann deckt der verlust alles andere zu und entreisst mir das ganze leben so dass nur noch ein gedanke im vordergrund ist.
1918 geboren könnte er viel gesehen haben von den turbulenten zeiten. könnte weil er nicht konnte – er musste arbeiten von frühester kindheit an bis fast ganz zum schluss. seine weisheit war nicht die gebildete eines studierten
sondern das produkt eines harten lebens. erfahrungsschatz mehr als weisheit. seine kindheit war unschön – geboren in eine arme winzerfamile im kanton waadt musste er früh lernen was harte arbeit heisst und wie schön doch die
schule war – aus geldmangel wurde er an einen bauern in der deutschschweiz verdingt. ein maul weniger zu füttern. dort schlief er mit den tieren welche er betreuuen musste zusammen und wurde behandelt wie eines. als er ausriss
und den ganzen weg nach hause zu fuss erledigte (!!!) weil er seine famile vermisste und den fremdsprachigen, harten meister nicht mehr aushielt wurde er nicht etwa mit offenen armen empfangen. im gegenteil – bald war er mit
gebläutem hintern wieder im zug auf dem weg zurück zu seinen tieren. sein ganzes leben war arbeit, weil es lange an allen ecken und enden ein bisschen fehlte und die 6 kinder trotzdem anständig erzogen und gekleidet sein mussten. nach den üblichen stunden bei der arbeit hiess es heimarbeit für alle. ich habe ihn noch erlebt, im keller an ende eines langen tages an seiner schlauchwebmaschine….
ich habe ihn als klein, manchmal aufbrausend, aber immer liebevoll mit seinen enkeln erlebt. ein mann der mit mir bis fast zum ende nur französisch sprechen wollte obwohl ich mit ihm deutsch sprach. ein mann der mich mit seiner computerliebe infizierte und somit den grundstein zu meiner karriere gelegt hat. ein mann der mit wenig worten ungeheuer viel erzählen konnte – am schluss aber wollte er nicht mehr erzählen. ich habe ihn um die geschichte seines lebens gebeten und er hat mir nur gesagt, dass sein kleines leben doch eh niemanden interessieren würde. sein kleines leben hat aber seine familie sehr interessiert. für sechs kinder war er der oft strenge vater. für viele enkel der lustige papa der seine zähne am abend in ein glas tat was wir alle nicht konnten (und auch heute noch nicht
können…).
man wird keinen nachruf in den zeitungen finden (ausser gilbert, der mann einer seiner töchter schreibt einen in “seine” freiburger nachrichten) dazu war er zu unspektakulär. ein kleiner mann eben der sein ganzes leben hart
gearbeitet hat und keine zeit hatte grosse dinge zu tun.für mich war er in vielen belangen ein grosses vorbild – mit seiner häufigen nörgelei gegen den staat und alle anderen institutionen hat er mir gezeigt, dass man auch autoritäten hinterfragen muss. sein freiwilliger verzicht auf den führerschein (in einer region in der “öffentlicher verkehr” etwas ganz anderes bedeutet als in zürich) weil er nicht mehr in der lage sei sicher zu fahren fordert noch heute meinen respekt.
am schluss wollte er nicht mehr weiterleben. seine krankheit (laut seinen worten die strafe für ein leben mit starkem rauchen und zu viel alkohol) hat ihn zu dem gemacht, was er immer am meisten gehasst hatte – ein abhängiger
von anderen. er konnte nicht mehr auf sich selber achtgeben. dieser situation zog er den tod vor – er ist eines morgens kurz nach dem bescheid, dass er in ein pflegeheim gehen sollte einfach nicht mehr aufgewacht.
weil wir weit weg (200km….) von ihm lebten, habe ich ihn selten gesehen, kannte ich ihn nur sehr wenig. das bisschen aber was ich kennenlernen durfte hat mitgeholfen mich zu den zu machen was ich bin.
merci papa ich werd dich nie vergessen
dein christoph